Brachpieper

Der Brachpieper (Anthus campestris) hat in Westdeutschland nur noch wenige Reliktvorkommen. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Weitere Vorkommen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Der Schwerpunkt in Brandenburg liegt im Südosten, sonst ist das Vorkommen recht lückig.

Der Brachpieper braucht für die Nahrungssuche und den Nistplatz unterschiedliche Habitate. Seine Nahrung, welche aus Insekten besteht, findet er auf warmen, trockenen, offenen und spärlich bewachsenen Sandflächen. Für den Nistplatz bevorzugt er Bereiche mit höherer Vegetation (höheres Gras, Zwergsträucher) oder niedrige Bäume. Hier hat er auch seine Singwarten. In Mitteleuropa finden sich solche Lebensräume auf Binnendünen, Trockenrasen, Brachen, Truppenübungsplätzen sowie in aufgelockerten Heiden und Sandgruben. Als Langstreckenzieher überwintert er in der Sahelzone.

Die Lebensräume des Brachpiepers sind einerseits durch menschliche Eingriffe gefährdet, andererseit aber auch durch Nutzungsaufgabe bedroht. So vermindern hohe Dünger- und Pestizidgaben oder intensive Freizeitnutzungen die Qualität der Habitate. Zugleich entstehen durch Beweidung und extensive Mahd auch diese Lebensräume. Wird die Nutzung eingestellt, kommt es sehr häufig zum Verbuschen der Flächen. Der Brachpieper ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel