Heldbock

Der Heldbock (Cerambyx cerdo), auch unter dem Namen Großer Eichenbock bekannt, war in Deutschland früher regelmäßig und weit verbreitet. In 12 Bundesländern kann man ihn heute noch finden, auch wenn viele Vorkommen isoliert sind. Die heutigen Verbreitungsschwerpunkte liegen in den Hartholzauen der Elbe und ihren Nebenflüssen sowie am Rhein. In Brandenburg sind die Vorkommensschwerpunkte das Baruther Urstromtal und die Schorfheide.

Der Lebensraum des Heldbockes sind lichte Wälder mit einem hohen Eichenanteil. Als Ersatzlebensräume dienen Parks, Alleen und Tiergärten. Geschlossene Wälder meidet er. Bevorzugt besiedelt er Eichen in sonniger Lage, die einen gewissen Stammdurchmesser erreicht haben. Der Käfer ist nachtaktiv und relativ standorttreu. Spuren, die auf den Heldbock hindeuten sind daumengroße Bohrlöcher in der Rinde und grobes Bohrmehl am Stamm bzw. Fuß des Baumes. Besonders beeindruckend sind die Fühler: bei den Männchen können sie doppelt so lang wie der Körper werden.

Der Heldbock ist besonders anfällig gegenüber Veränderungen seines Lebensraumes z.B. durch Beschattung. Auch machen ihm fehlende Brutbäume zu schaffen. Der Heldbock steht nach Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang II und IV) unter Schutz.

Weitere Informationen zum Heldbock finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.

Heldbock 

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Käfer
  • Natura 2000