Fischadler

Der Fischadler (Pandion haliaetus) brütet heute nur noch im Nordosten Deutschlands. In West- und Mitteleuropa war er fast ausgerottet. Durch viele Schutzbemühungen breitet sich die Art sogar langsam wieder aus, z.B. nach Thüringen und Niedersachsen. Brandenburg stellt für die Art in Mitteleuropa das wesentliche Verbreitungsgebiet dar. Schwerpunkte sind der Nordosten Brandenburgs, hier gibt es auch die höchsten Siedlungsdichten und die Lausitz.

Der Fischadler hat relativ geringe Ansprüche an seinen Lebensraum. Es müssen vor allem fischreiche Gewässer und Nistmöglichkeiten vorhanden sein. Er bevorzugt daher waldreiche Seen und Auengebiete. Seine Horste baut er natürlicherweise auf flachen Kronen älterer Bäume. Heutzutage findet man aber auch viele Horste auf den Masten von Hochspannungsfreileitungen. In Brandenburg befinden mittlerweile zwei Drittel der Horste auf den Masten. Wie der Name schon sagt, ernährt sich er von Fischen. Mit Anteilen bis zu 70% ist der Blei der Hauptnahrungsfisch. Der Fischadler stößt mit den Füßen voran ins Wasser und greift mit den Krallen die Beute. Er ist ein Zugvogel, der ab September Richtung Westafrika zieht und ab Mitte März wieder bei uns ist.

Der Fischadler wurde früher als Nahrungskonkurrent angesehen und stark verfolgt. Mittlerweile ist er mehr durch die Zerstörung seines Lebensraumes gefährdet. Er reagiert empfindlich auf Störungen während der Brutzeit und Verunreinigungen seiner Gewässer. Der Fischadler ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Westhavelland
  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land

Kategorien

  • Vögel