Biotop- und Artenschutz

Im Naturpark Barnim konzentriert sich der Biotop- und Artenschutz vorrangig auf die Lebensräume und Arten der kalkreichen Niedermoore (LRT 7230), Flachlandmähwiesen (LRT 6510), kalkreichen Trockenrasen (LRT 6120) sowie trockenen Calluna-Heiden (LRT 4030).

Biotopschutz steht auch für Artenschutz. Gleichwohl sind für einzelne Arten/Artengruppen besondere Maßnahmen notwendig.

Zusammen mit Projektpartnern werden im Gebiet besondere Artenschutzmaßnahmen umgesetzt. Beispiele dafür sind Maßnahmen zum Amphibien-, Fledermaus-, Tagfalter-, und Gebäudebrüterschutz.

 

 

Ganz konkret!

Amphibienschutz

Maßnahmen zur Kleingewässersanierung in der Agrarlandschaft um Trampe tragen dazu bei, dass sich die Rotbauchunkenvorkommen im Naturpark erholen.

Fledermausschutz

Die Bestände, beispielsweise des Braunen Langohrs, erholen sich durch den Ausbau von Bunkeranlagen zu Winterquartieren und die Schaffung von Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse, beispielsweise in der Waldsiedlung Bernau und in der Schönower Heide. Selbstverständlich profitieren davon auch andere im Naturpark vorkommende Fledermausarten.

Tagfalterschutz

Von festgelegte Mahdterminen und einer mosaikartigen Mahd mit Beräumung des Mahdgutes z. B. in den Wiesen an der Schnellen Havel, profitiert unter anderem der Helle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling.

Gebäudebrüterschutz

In der Evangelischen Kirche in Wandlitz wurden Nistkästen für Dohlen angebracht. Ebenfalls in Wandlitz erfolge die Sanierung eines alten Trafoturms. Hier wurden Holzbetonkästen für den Mauersegler befestigt und im Inneren des Turms befinden sich zudem vier Kunstnester für Rauchschwalben und Plätze für so genannte Nischenbrüter wie Fliegenschnäpper, Bachstelze oder Hausrotschwanz.