Naturparkprojekt 2025
Beitrag der Gemeinde Melchow
Der Märchenweg in Melchow
Der erste Platz und das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro gehen dieses Jahr an die Gemeinde Melchow mit dem Vorhaben „Der Märchenweg in Melchow – Ein Ort zum Entdecken, Verweilen und Träumen“.
Die Gemeinde Melchow hat sich Gedanken darüber gemacht, wie sie für Einheimische und Gäste noch attraktiver werden kann. So entstand in beeindruckender Zusammenarbeit von ortsansässigen Künstlerinnen Heike Beier, Sabine Kloss-Franke (Keramik), René Naschke (Holz), jungen und älteren Einwohnerinnen und Einwohnern sowie der Gemeindeverwaltung der Märchenweg – tief verwurzelt in der Landschaft und prägend für die Identität des Ortes.
Der Märchenweg beginnt am Naturpark-Bahnhof „Melchow“, der Start- und Endpunkt zugleich ist. Somit ist der Märchenweg bequem mit der Bahn erreichbar. Ideal für Ausflügler, die ihre Wanderung oder ihren Spaziergang am Bahnhof starten oder beenden möchten.
Der circa 800 Meter lange Naturpfad führt durch bewaldete Abschnitte, entlang von Feldern und Wiesen – teils mit Weidevieh – und spiegelt so die reizvolle Barnimer Landschaft wider. Der Weg dient bereits als beliebter Ausgangspunkt für weitere kurze Wanderungen und gehört zum Abschnitt des Wanderweges „Rund um die Schorfheide“. Dieser wurde 2022 als dritt schönster Fernwanderweg Deutschlands in der Kategorie Mehrtagestouren ausgezeichnet. Hier erleben Sie Natur, Märchen und Landschaft in einem entspannten, gut erreichbaren Rundweg.
Der Märchenpfad hat die Jury besonders überzeugt durch:
Besondere Aspekte der Umweltbildung: Durch den Märchenpfad wird Umweltbewusstsein durch direkte Naturerfahrung vermittelt und ein nachhaltiges Denken sowie ein respektvoller Umgang mit Ressourcen gefördert.
Generationsübergreifende Arbeit: Die Initiative schafft Lern- und Begegnungsräume für alle Generationen und verbindet Jung und Alt durch das gemeinsame Erleben von Märchen. Hier findet die Weitergabe von Regionalwissen statt und es werden kooperative Gestaltungsprozesse initiiert. Das stärkt den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis.
Ergänzung zur touristischen Infrastruktur: Das Projekt ergänzt bestehende Angebote sinnvoll, verlängert die Aufenthaltsdauer und schafft zusätzliche, nachhaltige Anziehungspunkte. Es nutzt örtliche Ressourcen, fördert die notwendige Infrastruktur (Wege, Beschilderung, Barrierefreiheit) und steigert somit die Wertschöpfung vor Ort.
Beitrag zur regionalen Identität: Die Verbindung von lokalen Märchen, handwerklich gefertigten Kunstobjekten aus Ton und Holz sowie naturbezogener Bildung stärkt die regionale Identität, weckt Stolz und Zugehörigkeitsgefühl bei den Bewohnern und macht die Region erlebbar und einzigartig.
Diese Aspekte machen das Projekt zu einer herausragenden Investition in Bildung, Gemeinschaft und nachhaltige Regionalentwicklung.
Das gesamte Team des Naturparks gratuliert herzlich zum 1. Platz!
Beitrag des Imkervereins Finow-Schorfheide e.V.
„Die Finower Heide – ein Naturerlebnis vor unserer Haustür“
Beim Wettbewerb „Naturpark Projekt des Jahres 2025“ des Naturparks Barnim erreicht der Imkerverein Finow-Schorfheide e. V. mit dem Vorhaben „Die Finower Heide – ein Naturerlebnis vor unserer Haustür“ den zweiten Platz.
Der Imkerverein Finow-Schorfheide setzt sich aktiv für Erhalt der Artenvielfalt und die Verbesserung der Bienenweide ein und hat die Patenschaft für 25 Hektar Heideflächen übernommen. Ohne menschliches Eingreifen würden diese geschützten Biotope mit wertvoller Fauna verbuschen und verloren gehen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), dem Forstamt Chorin und der Unteren Naturschutzbehörde. Zu den weiteren Aktivitäten gehören die Gestaltung von Wegeführungen und geführte Touren, die der Verein in Eigenregie anbietet. In den letzten Jahren leisteten die Mitglieder über 200 Stunden ökologische Hochleistungsarbeit, indem sie Heideflächen von eingewanderten Kiefern, Birken, Traubenkirschen und Espen befreiten – ein Engagement, das Maßstäbe setzt.
Gemeinsam mit lokalen Partnern setzt der Verein nachhaltige Impulse für Artenvielfalt, Umweltbildung und Naturerlebnis.
Das Engagement überzeugt die Jury besonders durch:
Interdisziplinären Ansatz: Der Verein setzt sich durch konkrete Pflegemaßnahmen für die Biodiversität ein. Heiden bieten Lebensräume für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, die anderswo selten sind; die mosaikartige Struktur aus offenen Flächen, Heidenkraut, Gräsern und seltenen Zwischenhabitaten fördert eine hohe Artenvielfalt.
Beitrag zur Kulturlandschaft und Erhaltungsgeschichte: Viele Heiden entstanden durch jahrhundertelange menschliche Nutzung und sind Teil kultureller Identität und Geschichte der Regionen, die durch das Engagement bewahrt werden.
Erholung, Ästhetik und Sensibilisierung: Heiden schaffen Erholungsräume mit besonderem Erscheinungsbild und Atmosphäre, die urbanen und ländlichen Räumen zugutekommen und das Naturschutzbewusstsein stärken.
Stärkung lokaler Netzwerke und Sensibilisierung neuer Akteure: Beim Honigverkauf werden verschiedene Menschen angesprochen und für die Natur begeistert.
Der Einsatz des Imkervereins Finow-Schorfheide verbindet Naturschutz, kulturelles Erbe und gesellschaftliche Wertschätzung und erzielt so eine nachhaltige Wirkung für Biodiversität und Lebensqualität in der Region.
Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz vom gesamten Naturpark-Team!
Beitrag d. Stadt Eberswalde/Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Naturpark Barnim – Gemeinsam für eine grüne, lebendige Nachbarschaft
Mit dem Titel „Naturpark Barnim – Gemeinsam für eine grüne, lebendige Nachbarschaft“ hat sich die Stadt Eberswalde mit ihrem Quartiersmanagement für den Titel „Naturpark-Projekt des Jahres“ beworben.
Seit 2021 werden im Brandenburgischen Viertel verschiedene Aktivitäten aus den Bereichen Gartenbau, Imkerei, Kunst, Kultur und Umweltbildung zu einem kreativen und nachhaltigen Angebot für das Viertel verbunden. Das Motto lautet: „Natur fördern, Gemeinschaft stärken und das Viertel lebenswerter gestalten.“ Das Angebot ist vielfältig und reicht von der Anlage von Blumenwiesen und naturnahen Flächen über die generationenübergreifende Pflege von Grünanlagen bis zu regelmäßigen Aktionstagen mit Hortkindern der Kita „Gestiefelter Kater“, Seniorinnen und Senioren der AWO und weiteren Einrichtungen. Darüber hinaus umfasst es Umweltbildung, Imkerei, mobile Jugendarbeit und kulturelle Projekte.
Das Projekt verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem Engagement und kultureller Teilhabe. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch gemeinschaftliches Handeln ein nachhaltiger, lebenswerter und lebendiger Stadtraum entstehen kann – und hat damit zu Recht den dritten Platz bei der Auszeichnung als „Projekt des Jahres 2025“ erreicht.
„Naturpark Barnim – Gemeinsam für eine grüne, lebendige Nachbarschaft“ überzeugte die Jury durch:
Beitrag für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein: Das Projekt fördert aktiv den Natur- und Umweltschutz im städtischen Raum. Durch die Anlage von Blumenwiesen und naturnahen Flächen sowie die Pflege von Sträuchern wird ein Beitrag zur Biodiversität geleistet. Solche Maßnahmen verbessern das Stadtklima, fördern die Artenvielfalt und schaffen wichtige Rückzugsräume für Insekten und Kleintiere.
Stärkung der Gemeinschaft: Das Projekt bringt Menschen aus verschiedenen Generationen und sozialen Gruppen zusammen, von Kindern in Kitas bis hin zu Senior:innen. Diese gemeinschaftlichen Aktivitäten fördern das soziale Miteinander, schaffen Begegnungsräume und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl im Brandenburgischen Viertel.
Es entstehen neue kreative und kulturelle Angebote: Kunst- und Kulturprojekte, die stimmig mit der Naturparkidee sind, eröffnen neue Ausdrucksformen und machen das Viertel bunter und lebendiger. Sie ermöglichen kreative Beteiligung und tragen dazu bei, die Identifikation der Bewohner:innen mit ihrem Stadtteil zu stärken.
Die Lebensqualität wird verbessert: Durch die ökologische und soziale Aufwertung des Viertels steigt die Lebensqualität insgesamt. Die neu geschaffenen oder gepflegten Grünflächen bieten Erholungsmöglichkeiten, laden zum Verweilen ein und verschönern das Wohnumfeld.
Das Projekt verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem Engagement und kultureller Teilhabe. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch gemeinschaftliches Handeln ein nachhaltiger, lebenswerter und lebendiger Stadtraum entstehen kann.
